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 PHOTOVOLTAIK
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FAQ

FAQ

Die häufigsten Fragen

Kann man von den Solarmodulen einen
Stromschlag bekommen?

Selbstverständlich fließt an den berührbaren Teilen
des Solarmoduls selbst kein Strom. Trotzdem
fallen durch die Serienverschaltung der Module im
System gefährliche Spannungen an. Durch hohe
Schutzanforderungen an unsere Module sind sie
aber ebenso sicher wie andere elektrische Geräte
im Haus.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer
Solarstromanlage?

Ein PV-Modul hat eine durchschnittliche Lebensdauer
von über 30 Jahren. Die Standzeit des Wechselrichters
ist auf mehr als 20 Jahre ausgelegt. Bei
Bedarf ist ein Ersatz zu vertretbaren Kosten problemlos
möglich. Effizienzverluste des gesamten
Systems lassen sich im Rahmen jährlicher Überprüfungen
leicht erkennen und beheben.

Was muss ich bei der Wartung beachten?
Gibt es Folgekosten?

Im Vergleich zu anderen technischen Systemen ist
die Photovoltaik extrem wartungsarm. Selbst Reinigung
und Pflege sind in der Regel nicht notwendig,
denn der Regen sorgt dafür, dass die Module sauber
bleiben. Für (seltene) Reparaturen und ggf.
Versicherungen müssen kleine Beträge eingeplant
werden.

Kann schlechtes Wetter der Anlage
schaden?

Jede Anlage widersteht auch extremen
Wetterbedingungen. Sturm, Schnee, strenger Frost
und selbst Hagel sind in der Regel kein Problem.
Gegen Wetterextreme empfiehlt sich eine Versicherung,
die nach Erfahrung der Versicherungswirtschaft
allerdings nur äußerst selten zur Auszahlung
kommt.

Wie profitiert die Umwelt?

Eine PV-Anlage mit einer Modulfläche von etwa 8,5
Quadratmetern (entspricht 1 kWp) bewirkt bereits
eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes von rund
700 kg pro Jahr, das sind 14 Tonnen in 20 Jahren.
Außerdem kann eine Anlage in dieser Größe mehr
als ein Viertel des Stromverbrauchs für einen
durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt liefern.
Die Investition in eine Solaranlage fördert aber
auch die Etablierung innovativer Technologien in
Deutschland: Die deutsche Solarindustrie ist schon
jetzt technologisch weltweit führend und hat ein
gewaltiges Exportpotenzial, zum Beispiel für den
amerikanischen Markt.

Wann sind die Module optimal
ausgerichtet?

Am besten geeignet sind nach Süden geneigte
Schrägdächer. Durch entsprechende Aufständerung
können die Module aber auch bei ungünstigerer
Dachneigung oder Ausrichtung in eine gute
Position gebracht werden.
Grundsätzlich lassen sich alle Ausrichtungen mit
einer Neigung zwischen 10° und 50° sowie Abweichungen
von Süd von bis zu 45° ohne Probleme
nutzen. Auch bei stärkeren Abweichungen gibt es
Möglichkeiten.





Die wichtigsten Begriffe

Photovoltaik (PV)

Photovoltaik bezeichnet die direkte Gewinnung von
elektrischem Strom aus Sonnenlicht (auch photovoltaischer
Effekt). Seit 1950 werden Solarzellen
beispielsweise für die Raumfahrt, für Taschenrechner,
Uhren und Notrufsäulen verwendet – die dominierende
Anwendung ist mittlerweile jedoch die
Einspeisung in das öffentliche Netz.

kWp

Kilowatt peak (kWp) gibt die Leistung eines PV- oder
Solarmoduls bzw. eines Solarsystems an und beschreibt
die maximal zu erwartende momentane
Leistung unter normalen Bedingungen (Testnormbedingungen:
1.000 W/qm Einstrahlung, 25°C Modultemperatur,
Lichtspektrum „AM 1,5“).

kWh

kWh ist die Abkürzung für Kilowattstunde. Die kWh
ist die Einheit für die produzierte Energie. Eine
kWh entspricht einer über eine Stunde kontinuierlich
erzeugter Leistung von 1.000 W. In der gleichen
Einheit rechnet der Energieversorger Ihren Strombezug
ab.

Wirkungsgrad

Die Leistung (Produkt aus Strom und Spannung)
einer Solarzelle ist temperaturabhängig. Höhere
Zelltemperaturen führen zu niedrigeren Leistungen
und damit zu einem schlechteren Wirkungsgrad.
Der Wirkungsgrad an sich (auch Zell- oder Modulwirkungsgrad
genannt) gibt an, wie viel von der eingestrahlten
Lichtmenge in nutzbare elektrische
Energie umgewandelt wird. Je höher der Wirkungsgrad
einer Zelle ist, desto mehr Leistung liefert sie.
Der Wirkungsgrad ist in erster Linie ein Maß für die
benötigte Fläche und lässt keine direkten Schlüsse
auf die Qualität der Module zu.
Beispiel: Modul A hat einen Wirkungsgrad von
12,5% und erzeugt eine Leistung von 125 Watt peak
pro Quadratmeter. Modul B ist technisch identisch,
hat aber nur einen Wirkungsgrad von 10% und eine
Leistung von 100 Watt peak. Modul A produziert
also bei gleicher Anlagengröße 25% mehr Solarstrom
im Jahr.

Netzgekoppelte PV-Anlage

Ein netzgekoppeltes PV-System ist an die öffentliche
Stromversorgung angeschlossen. In Deutschland
wird der von einer solchen Anlage produzierte
Strom direkt ins Stromnetz eingespeist und mit
einem gesetzlich garantierten Mindestpreis vergütet.
Das Stromnetz funktioniert wie ein großer
See, der aus den unterschiedlichsten Quellen gespeist
wird und an einer Vielzahl von Zapfstellen
(Haushalte, Gewerbe, Industrie) Wasser abströmen
lässt. Je mehr Solarstrom ins Netz fließt, desto „sauberer“
wird der Stromsee.









EEG

Ein großer Zukunftsmarkt

Gemessen an den Anschaffungskosten von Modul
und Zubehör ist Strom aus einer Photovoltaik-
Anlage immer noch teurer als der von den Energieversorgern.
Doch das wird sich ändern. In den
kommenden Jahrzehnten wird Solarstrom wettbewerbsfähig
werden. Das ist das erklärte Ziel der
Politik. Es eröffnet der Wirtschaft einen riesigen
Zukunftsmarkt. Gleichzeitig wird die Entwicklung
einer Technologie sichergestellt, die für eine nachhaltige
Energieversorgung zukünftiger Generationen
sorgt.

Je schneller, desto besser

Damit sich die Investition in die Zukunft schon heute
rechnet, garantiert das Erneuerbare-Energien-
Gesetz (EEG) den Betreibern von Solaranlagen seit
dem 1. April 2000 20 Jahre lang eine feste Mindestvergütung
für jede produzierte und ins Netz eingespeiste
Kilowattstunde (kWh) Strom.
Die Vergütung des EEG für Dachanlagen bis 30 kWp
(Kilowatt peak) beträgt seit dem 1. Januar 2010 genau
39,14 Cent pro kWh (netto). Der örtliche Energieversorger
ist verpflichtet, Solarstrom in der
Regel unverzüglich und 20 Jahre lang zu diesem
Preis abzunehmen.
Doch Zeit ist Geld: Zwar bleibt die Einspeisungsvergütung
für jede ins Netz gelieferte Kilowattstunde
über die ganze Laufzeit gleich. Aber seit 2004 wird
das Preisniveau jedes Jahr um 5% niedriger. Das
bedeutet: Je eher Sie investieren, desto höher ist
Ihre Rendite!

Was leistet meine Solaranlage?

In Deutschland kann eine Solaranlage mit einer
Nennleistung von 1 kWp mindestens 800 kWh im
Jahr produzieren. Vorausgesetzt, sie ist auf dem
aktuellen Stand der Technik, sinnvoll ausgelegt
und optimal ausgerichtet (Südausrichtung bei
einer Modulfeld-Neigung von 30°). In Süddeutschland
können aufgrund höherer Einstrahlungswerte
auch deutlich mehr als 1.000 kWh produziert
werden. Da unsere Solaranlagen hinsichtlich
baulicher Integration, Ertrag und Kosten
optimal auf Ihre Situation abgestimmt sind, erzielen
Sie mit ihr immer beste Ergebnisse.

Mit oder ohne Umsatzsteuer?

Wenn Sie gewerblich eine Solaranlage betreiben,
wird Ihnen für Ihre Investition die Umsatzsteuer in
der Regel zurückerstattet – nach Abgabe der Umsatzsteuererklärung.
Für den eingespeisten Strom
müssen Sie dann in Zukunft dem Energieversorgungsunternehmen
die Umsatzsteuer in Rechnung
stellen. Kleine Anlagen können ohne diesen Verwaltungsaufwand
betrieben werden, wenn auf die
Umsatzsteuererstattung verzichtet wird.